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Ratgeber

TCM bei Menstruationsschmerzen: Ursachen, Muster und Behandlung

Emese Sarolta Besedes

Emese Sarolta Besedes

26. Juni 2026

lesezeit

4 min

Menstruationsschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus. Bei vielen Frauen treten sie wiederkehrend auf und können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. In unserer TCM-Praxis am Spital Zollikerberg betrachten wir Periodenschmerzen nicht als ein einheitliches Krankheitsbild, sondern als Ausdruck unterschiedlicher funktioneller Ungleichgewichte im Körper. Im Zentrum steht dabei die Frage, warum der freie Fluss von Qi (Lebensenergie) und Blut gestört ist. Die Behandlung richtet sich entsprechend nicht nur auf das Symptom Schmerz, sondern auf die zugrunde liegende Konstellation.

Grundverständnis der Menstruation in der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Menstruationszyklus als Ausdruck des harmonischen Zusammenspiels von Qi und Blut verstanden. Qi kann vereinfacht als die Lebensenergie oder vitale Kraft beschrieben werden, die alle körperlichen und geistigen Funktionen antreibt und im Körper zirkuliert.

Für einen ausgeglichenen Zyklus spielen insbesondere die Organsysteme Leber, Milz und Niere eine zentrale Rolle:

  • Die Leber sorgt für den freien Fluss von Qi.
  • Die Milz ist an der Bildung von Blut beteiligt.
  • Die Niere steht in Verbindung mit der reproduktiven Essenz und der Zyklusregulation.

Nach dem Verständnis der TCM setzt ein schmerzfreier Menstruationszyklus voraus, dass Qi und Blut ausreichend vorhanden sind und frei zirkulieren können. Treten Blockaden, Mangelzustände oder Ungleichgewichte auf, kann dies zu Beschwerden wie Menstruationsschmerzen, Zyklusunregelmäßigkeiten oder prämenstruellen Symptomen führen.

Häufige TCM-Muster bei Menstruationsschmerzen

In der klinischen TCM-Praxis werden Periodenschmerzen verschiedenen Mustern zugeordnet. Diese unterscheiden sich in Ursache, Schmerzcharakter und Begleitsymptomen.

Wann ist eine TCM-Behandlung sinnvoll?

Eine TCM-Behandlung kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn Menstruationsschmerzen wiederkehrend auftreten, Schmerzmittel regelmässig benötigt werden und nur begrenzte Wirkung zeigen und wenn eine funktionelle, ganzheitliche Herangehensweise gewünscht ist.

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    Emese Sarolta Besedes, Naturheilpraktikerin TCM, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

    «In der TCM betrachten wir Menstruationsschmerzen nicht als isoliertes Symptom, sondern als Ausdruck eines individuellen Ungleichgewichts. Eine sorgfältige Diagnose ermöglicht es mir, die Behandlung gezielt auf die Bedürfnisse je...

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Therapeutische Ansätze der TCM bei Menstruationsschmerzen

In unserer TCM-Praxis richtet sich die Behandlung immer nach dem individuellen Muster und kombiniert verschiedene Therapieformen. Ziel ist es, das Gleichgewicht von Qi und Blut wiederherzustellen und den Zyklus funktionell zu harmonisieren.

Nahaufnahme einer Frau mit blondem Haar; Akupunkturnadel am Ohr (Ohrakupunktur), Wellness- und Therapie-Konzept.

Chinesische Arzneitherapie

Die chinesische Phytotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der TCM. Dabei werden individuell zusammengestellte Kräuterrezepturen eingesetzt, die gezielt auf das diagnostizierte Muster abgestimmt sind. Sie dient der langfristigen Regulation und Ergänzung der Akupunkturbehandlung.

Akupunktur

Akupunktur ist eine zentrale Behandlungsmethode bei Periodenschmerzen. Sie zielt darauf ab, den Fluss von Qi und Blut zu regulieren, Blockaden zu lösen und das vegetative Nervensystem zu beeinflussen.

Je nach Muster werden unterschiedliche Leitbahnen und Punkte behandelt, beispielsweise zur:

  • Regulierung von Leber-Qi bei Stagnation
  • Erwärmung bei Kältemustern
  • Aufbau von Blut und Energie bei Mangelzuständen 

Viele Patientinnen berichten im Verlauf einer Behandlung über eine Reduktion der Schmerzintensität sowie eine Stabilisierung des Zyklus.

Getrocknete Goji-Beeren mit getrockneten Blüten (Rosenknospen und Kamille) auf weißem Hintergrund, Nahaufnahme für Tee und Naturprodukte.

Chinesische Arzneitherapie

Die chinesische Phytotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der TCM. Dabei werden individuell zusammengestellte Kräuterrezepturen eingesetzt, die gezielt auf das diagnostizierte Muster abgestimmt sind. Sie dient der langfristigen Regulation und Ergänzung der Akupunkturbehandlung.

Glaskrug mit Zitronen-Ingwer-Wasser, Zitronenscheiben und Thymianzweigen; daneben frischer Ingwer und halbe Zitrone auf hellem Hintergrund.

Einordnung im medizinischen Gesamtkontext

Die TCM versteht sich bei Menstruationsschmerzen als ganzheitlicher, individuell ausgerichteter Behandlungsansatz. Im Zentrum steht die Musterdiagnose, aus der sich die therapeutischen Schritte ableiten. Akupunktur sowie weitere TCM-Verfahren können bei vielen Patientinnen zu einer spürbaren Verbesserung der Beschwerden beitragen. Gleichzeitig ist das Ansprechen individuell unterschiedlich.

Die TCM ist Teil eines integrativen Versorgungskonzepts. Sollte im Verlauf keine ausreichende Beschwerdelinderung erreicht werden, werden weiterführende medizinische Abklärungen und zusätzliche Therapieoptionen einbezogen. Unsere TCM-Praxis ist dabei in die Versorgungsstruktur des Spitals Zollikerberg integriert, sodass bei Bedarf eine koordinierte, interdisziplinäre Betreuung möglich ist.

Ernährungs- und Lebensstilberatung

Die Ernährung wird in der TCM nicht nur nach Nährstoffen, sondern nach ihrer energetischen Wirkung betrachtet. 

  • regelmässige, warme Mahlzeiten
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Anpassung der Ernährung bei Kälte- oder Mangelmustern
  • Unterstützung der Verdauungskraft (Milz-Qi)
  • Reduktion von Stress als wichtiger Einflussfaktor auf den Qi-Fluss

 

 

 

 

Therapeut setzt Kinesiologie-Tape am Handgelenk und untersucht Schmerzen im Handbereich, Nahaufnahme in Praxisumgebung.

Einordnung im medizinischen Gesamtkontext

Die TCM versteht sich bei Menstruationsschmerzen als ganzheitlicher, individuell ausgerichteter Behandlungsansatz. Im Zentrum steht die Musterdiagnose, aus der sich die therapeutischen Schritte ableiten. Akupunktur sowie weitere TCM-Verfahren können bei vielen Patientinnen zu einer spürbaren Verbesserung der Beschwerden beitragen. Gleichzeitig ist das Ansprechen individuell unterschiedlich.

Die TCM ist Teil eines integrativen Versorgungskonzepts. Sollte im Verlauf keine ausreichende Beschwerdelinderung erreicht werden, werden weiterführende medizinische Abklärungen und zusätzliche Therapieoptionen einbezogen. Unsere TCM-Praxis ist dabei in die Versorgungsstruktur des Spitals Zollikerberg integriert, sodass bei Bedarf eine koordinierte, interdisziplinäre Betreuung möglich ist.

Fazit

Periodenschmerzen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Ausdruck eines gestörten Flusses von Qi und Blut verstanden. Unterschiedliche Muster wie Leber-Qi-Stagnation, Kälte, Blutmangel oder Blutstase erfordern jeweils spezifische therapeutische Ansätze.

Die TCM bietet mit Akupunktur, Phytotherapie und Ernährungsmedizin ein differenziertes, individualisiertes Behandlungskonzept. Ziel ist nicht allein die Symptomlinderung, sondern die funktionelle Harmonisierung des gesamten Zyklusgeschehens.

Natürliche Linderung bei Menstruationsschmerzen

Wir nehmen uns Zeit für Sie

Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin bei Menstruationsschmerzen und beraten Sie persönlich in unserer TCM-Praxis.

Mitarbeiterbild

Emese Sarolta Besedes

Naturheilpraktikerin TCM, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

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